Deutsche Tennis Profis ausgeschieden bei den French Open
Genauso grau und regnerisch wie sich die French Open in diesem Jahr teilweise präsentierte, sieht auch die Erfolgsbilanz der deutschen Tennis eher mager aus, um nicht zu sagen katastrophal. Das die Hochzeiten von Boris Becker, Michael Stich oder auch Steffi Graf lange vorbei sind, wo die Zuschauer fasziniert vor den TV Bildschirmen jedem Match gefolgt sind, ist ja nun schon länger nichts Neues mehr. Aber bisher hat immer noch der ein oder andere Tennisspieler oder die ein oder andere Tennisspielerin, zumindest einen Funken an Hoffnung hinterlassen und hat sich zumindest in die zweite Runde auf der roten Asche von Roland Garros durch gekämpft.
Irgendwie passte bei diesen French Open für die deutschen Tennis Profis nichts so richtig zusammen. Tommy Haas hatte bereits im Vorfeld das Turnier absagen müssen, das gleiche Schicksal traf Nicola Kiefer einen Tag vor beginn der French Open. Spieler wie Rainer Schüttler, Denis Gremelmayr Simon Greul, Sandra Klösel und Angelique Kerber schieden bereits am Sonntag aus, am Montag folgten Martina Müller und Michael Berrer. Der letzt war dann Philipp Kohlschreiber der beim Team World Cup und beim Davis Cup noch Top Spiele gezeigt hatte. Hinzu kommt noch das Philip Kohlschreiber jetzt auch noch die Qualifikation für Olympia verpasst hat, was wohl noch mehr schmerzt, als das frühe Ausscheiden bei den French Open.
Da fragt man sich was ist eigentlich los mit dem Deutschen Tennissport. Die einstige Vorzeigesport, die fast dem Fußball den Rang abgelaufen hat, hat viel an Popularität in der Öffentlichkeit verloren. Auch in den kommenden Jahren ist da kaum Besserung in Sicht, da es an guten Nachwuchs Tennisspielern offensichtlich fehlt. Verwunderlich ist gerade das frühe Ausscheiden der deutschen bei dem einzigen Aschenplatzturnier. Fast jeder jugendlich der in Deutschland mit dem Tennissport beginnt, fängt auf der roten Aschen an, das Spiel zu erlernen.
Jetzt geht die Suche nach den Ursachen für dieses doch eher miserable Abschneiden los. Klar werden die Rufe lauter der Deutsche Tennis Bund ist schuld. Die ehemals verdienten Millionen hätten besser in die Nachwuchsförderung investiert werden sollen. Nur der DTB kann eigentlich nur die ausbilden, die als Nachwuchs aus den Tennisvereinen kommen. Schaut man sich heute viele Vereine ein, ist die alters Struktur doch eher vorsintflutlich.
30. Mai 2008 | Von bangolo | Kategorie: French Open, Tennis News
